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Trasse für Radschnellweg – wollen wir das?

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Trasse für den Radschnellweg kommt und wird unter anderem durch das Pfädchen zwischen Goethestraße und Im Wiesengrund weiter über Im Wiesengrund um die Kurve und über die Walter-Rietig-Straße und dann weiter in Richtung Bahnhof führen.

Die endgültige Entscheidung darüber wird am Donnerstag, den 07.12.2017 um 20:00 Uhr durch die Stadtverordnetenversammlung im Saal 104 im Rathhaus getroffen werden.

Sollten Sie ebenfalls Bedenken gegen die geplante Trassenführung haben, dann unterstützen Sie unsere Interessen mit Ihrer Rückmeldung per Einspruch und unterstützen Sie den Einspruch durch Ihre Anwesenheit bei der Stadtverordnetenversammlung am 07.12.2017 um 20:00 Uhr im Rathaus Langen.

In einer Machbarkeitsstudie wurden zwei Alternativen für die Trassenführung erarbeitet. Die Hauptvariante, die in der Machbarkeitsstudie wegen der besseren Realisierbarkeit und hohen Erschließungswirkung empfohlen wurde, ist von den Stadtverordneten abgelehnt worden und es wurde die Trassenführung durch unsere Wohngebiete beschlossen.

Aktuell fehlt jegliche Transparenz bezüglich der Konsequenzen für uns als Anwohner und Bürgerinnen und Bürger in Langen.

Werden wir  in unseren alltäglichen Lebensabläufen und -gewohnheiten zukünftig erheblich eingeschränkt sein?

Unmittelbar vor unseren Haustüren wird eine Verkehrsader für Fernradfahrer geplant, welche dann dem Charakter einer Autobahn ähnlich ist. Radfahrer und Pedelecs werden mit bis zu 45 km/h über den Radschnellweg rasen.

Gemeint ist nicht Verkehrslärm, sondern die Benutzungsmöglichkeit der Straße im Alltag, dies besonders für die Straße „Im Wiesengrund Hausnummer 1 bis 19“.  Im Wiesengrund stehen alle Anwohner beim Ausparken von ihren Grundstücken zwingend quer über die  komplette Fahrbahnbreite des geplanten Radschnellweges. Dies ist brandgefährlich für alle Beteiligten.

Wie sollen Anwohner auf der Straßenseite ohne Fußweg gefahrlos Grundstücke betreten und verlassen können?

Die Fahrbahnbreite beträgt im Bereich „Im Wiesengrund Hausnummer 1 bis Hausnummer 19“  nur 4 Meter zzgl. eines schmalen, holprigen maximal 75 cm breiten Bürgersteiges.

Wo sollen die Anwohner in diesem Bereich die wöchentlich bereitzustellenden Mülltonnen abstellen ohne alle Beteiligten zu behindern und gefährden?

Die Einmündung Im Wiesengrund / Walter-Rietig-Straße verläuft im rechten Winkel und stellt auch jetzt schon ein erhebliches Unfallrisiko dar. So kam es in der Vergangenheit bereits zu 4 Verkehrsunfällen in diesem Bereich, als Autofahrer die Abknickung nicht rechtzeitig wahrgenommen haben. Die Kolision mit einem Radfahrer mag man sich nicht vorstellen.

Die Verpflichtung der Anwohner zur Straßenreinigung bis zur Fahrbahnmitte der Straße „Im Wiesengrund Hausnummer 1 bis 19“  ist bereits jetzt schon gefährlich und hat schon zu Beinaheunfällen geführt.

Es muss vor Ort geklärt werden, ob alle betroffenen Straßenabschnitte überhaupt die Voraussetzungen für die Einrichtung des Radschnellweges erfüllen.

Die beiden Straßen „Im Wiesengrund (4 m Fahrbahnbreite) und Walter-Rietig-Straße (ca. 5 m Fahrbahnbreite, teils nur 4 m) sollen zu Radschnellwegen umgewidmet werden. Diese müssen 4 m breit sein, damit ein einzeln fahrender Radfahrer überholt werden kann. Heute ist sogar ein Golf breiter als 2 m + 1,50 m Sicherheitsabstand (StVO) + 45 – 70 cm Lenkerbreite  - das wird sehr eng! Und  Radfahrer  dürfen auf Radschnellwegen zu zweit nebeneinander fahren.

Auf Radschnellwegen hat der Radverkehr immer Vorrang vor PKW, falls diesen die Nutzung dann überhaupt noch gestattet wird!

Zusätzlich muss geklärt werden, wie ein ordnungsgemäßer Straßenverkehr, die Benutzung durch Fußgänger und die Nutzung der vorhandenen Privatparkplätze künftig in verkehrssicherer und zumutbarer Weise möglich sein sollen. Wir weisen auch darauf hin, dass das gewachsene Wohngebiet in weiten Teilen nicht die erforderlichen PKW-Stellplätze auf den Grundstücken ermöglicht. Die Anwohner der direkt betroffenen und umliegenden Straßen haben teilweise keine eigenen oder nicht ausreichend Stellfläche auf ihren Grundstücken. Daher werden bereits jetzt die überwiegende Anzahl der PKW´s auf den Straßen geparkt. Wenn diese Möglichkeit aufgrund der Führung des Radschnellweges künftig wegfallen oder erheblich eingeschränkt werden sollte, werden weite Teile der Anwohner ihren PKW nicht mehr wohnungsnah parken können.

Es muss allen Anwohnern dargelegt werden, wie Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer  in verkehrssicherer Weise den Radschnellweg nutzen können. Wie können Kinderwagen, spielende Kinder, Rollatorgänger, Rollstuhlfahrer und Fußgänger die Strecke ohne Gefahr für Leib und Leben benutzen, wenn Pedaleure ihr absolutes Vorrecht  auf diesem Radschnellweg einfordern?

Welche Auswirkungen hat das Vorhaben auf den vorhandenen Grünstreifen und die dort stehenden zum Teil über 30 Jahre alten Bäume? Müssten diese Bäume gefällt werden würde das für die Anwohner eine Einschränkung des Lärmschutzes von der Bahn bedeuten und außerdem Lebensraum von Eichhörnchen, Vögeln und Insekten vernichten. Insbesondere Bienen benötigen in der Nektar armen Phase im Frühsommer die auf dem Grünstreifen stehenden Linden als lebensnotwendige Futterquelle.

Noch ist offiziell nicht bekannt, ob die bestehende Fahrbahn in der Walter-Rietig-Str. ab Haus Nr. 60 weiterführend als Radschnellweg eingerichtet werden soll, oder - ähnlich wie in der Liebigstraße vorgesehen, deren Verlauf Bahn nahe parallel zur  Schallschutzwand entlang geführt wird.

Schließlich muss auch transparent gemacht werden, ob und in welchem Umfang wir als Bürger und Bürgerinnen von Langen an den Kosten dieses Projektes, hinsichtlich Bau und Unterhaltung, beteiligt werden. Wer sorgt z.B. dafür, dass die Unmengen an Laub im Herbst dann täglich von der Straße beseitigt werden oder die Straße schnee- und eisfrei gehalten wird ?  Und wir möchten wissen: Entstehen uns auch dafür wieder höhere Gebühren?

Die Gesamtkosten für den ca. 30 km langen Radschnellweg werden mit 8,5 Millionen Euro beziefert. Ca. 5-6 km davon verlaufen über Langener Gemeindegebiet und verursachen somit rund 1,4 - 1,7 Millionen Euro Kosten. Viel Geld für eine Stadt, die ständig die Grundsteuer erhöhen muss um das Loch in der Stadtkasse überhaupt noch irgendwie füllen zu können.In Rot der aktuell geplante Trassenverlauf.
Die blaue Variante wurde abgelehnt.In Rot der aktuell geplante Trassenverlauf. Die blaue Variante wurde abgelehnt.

 

(in rot der aktuell geplante Trassenverlauf / die blaue Variante wurde abgelehnt)

 

Weitere ausführliche Informationen zum Ausbau, Vorgaben und Trassenführung finden Sie unter folgenden Links:

Sitzung Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr am 19.04.2017

https://ris.geocms.com/langen/?ris%5Bback_url%5D...list...doc...

https://www.region-frankfurt.de/Radschnellwege

Karte: Machbarkeitsstudie Radschnellweg Frankfurt -- Darmstadt (Stand 10.9.2015)
Detaillierter Streckenverlauf der Hauptvariante

Die Hauptvariante (neben in blau dargestellt) wurde von den Stadtverordneten abgelehnt !
Zusammenfassung der Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg Frankfurt -- Darmstadt
Broschüre Radschnellwege Region FRM

Sollten auch Sie mit der geplanten Trassenführung  nicht einverstanden sein - schicken Sie uns eine Mail:

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